Archäobotanik Labor ZACH

 

Portrai Zach



Leitung: Diplom-Biologin Barbara Zach


Labor 1: Weidachring 4, Telefon: +49 8860 921452

Labor 2: Straßfeld 1, Telefon: +49 8860 9224288
D-86975 Bernbeuren

E-mail: b.zach[at]uni-hohenheim.de
und  zach[at]shh.mpg.de

 

 

Projektlabor des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte, Jena

Seit 15. September 2019 ist das Archäobotanik Labor Zach Projektlabor des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte (MPI SHH) in Jena. In Bernbeuren werden die archäobotanischen Untersuchungen der Grabung Kuckenburg, Sachsen-Anhalt, durchgeführt. Die bronzezeitliche Siedlung wird intensiv erforscht. Isotopen-Analysen, Proteomix- und DNA-Untersuchungen werden von Kollegen am Max-Planck-Institut in Jena durchgeführt.



Archäobotanisch von uns begleitete Grabungen (Auswahl):


Agrigento, S.Anna, Sizilien 2018 und 2019

Grabung Eschlipp FAU Elrangen
  • Eschlipp
    Lkr. Forchheim: Bandkeramische Siedlung.

 

 

 

 

 

 

 

Grabungsfläche OU Wallerstein
  • Wallerstein
    Lkr. Donau-Ries: Bandkeramische Siedlung.

            Foto: ADILO GmbH

 

 

 

 

 

  • Germering
    Glockenbecherzeitlicher Brunnen, von Wasserleitung und modernem Straßenbau gestört. Foto: Marcus Guckenbiehl, Stadtarchivar, Große Kreisstradt Germering

 

 

  

  • Burgweinting, Regensburg
    Römischer Brunnen mit Holzerhaltung





Punta di Zambrone, 2011
  • Punta di Zambrone, Calabrien, Italien: Bronzezeitlich befestigte Siedlung
München Marienhof, Mauerzüge


  • München, Marienhof, Bayern, mittelalterlicher Stadtkern

 

 

 

 

Inning Siedlung Hallstatt

 

 

  • Inning, Lkr. Starnberg, Bayern, Hallstattzeitliche Siedlung

 

 


  • Kathreinkogel, Kärnten, Österreich: Bronzezeitliche Vorratsfunde, darunter "New Glume Wheat"

 

 

 

  

Weitere: 

 

  • Kösching, Lkr. Eichstätt, Bayern: Bestattung und Siedlung der Münchshöfener Kultur
  • Ergolding, Landshut, Bayern: frühmittelalterliche Siedlung mit feuchterhaltenen Pflanzenresten in Brunnen
  • Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern: mittelalterlicher Getreidevorrat aus einem Wohnhaus der Grapengießer (Kesselgießer)
  • Aschheim, München, Bayern: frühmittelalterliche Siedlung
  • Poing, bei München, Bayern: metallzeitliche Siedlung in der Münchner Schotterebene
  • Munningen, Lkr. Donau-Ries, Bayern: Römische Brunnen mit Feuchterhaltung von Pflanzenresten

 

Lehrauftrag an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Für ein Einführungsseminar zur Archäobotanik für Studenten mehrerer Fachrichtungen erhielt Barbara Zach im Wintersemester 2017/18 einen Lehrauftrag an der FSU Jena, Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte mit Sammlung UFG, Seminar Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Institut für Orientalistik, Indogermanistik, Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie der Philosophische Fakultät.

Lehrauftrag an der Ludwigs-Maximilians-Universität München

Zusammen mit PD Dr. Michael Peters führte Barbara Zach die Prospektionsübung zu Archäobotanik und Vegetationsgeschichte im Wintersemester 2016/17 und 2017/18 als Blockseminar durch. Die praktische Arbeitsweise der Archäobotanik demonstrierte sie anhand von Bodenproben  aktueller Ausgrabungen. Die Studenten probierten selbst verschiedene Feld- und Labormethoden aus. Welche Bedingungen für die Entnahme von Bodenproben für archäobotanische Analysen eingehalten werden sollten wurde dargestellt und besprochen. In einem analytischen Teil bestimmten sie beispielhaft einige Pflanzenreste unter dem Stereomikroskop und lernten die Kriterien dafür kennen.

Lehrauftrag an der Universität Erlangen-Nürnberg  

Für das Wintersemester 2014/15 erhielt Barbara Zach an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg einen Lehrauftrag mit dem Titel "Theorie und Praxis der Makrorestanalyse". Er wird verlängert für ein mikroskopische Praktikum zur Bestimmung von verkohlten Pflanzenresten.

 

Archäobotanik

Die Kulturgeschichte des Menschen im Zusammenhang mit den Pflanzen, die ihn begleiten, sind der Hintergrund archäobotanischer Forschung. Die Pflanzenreste, die bei archäologischen Ausgrabungen geborgen werden, geben Aufschluss für die Ernährung der prähistorischen Menschen, ihre Landwirtschaft, Importe, und machen Rekonstruktionen vergangener Landschaften möglich.   

 

Aus der Zeit vor den ältesten Schriftquellen sind die materiellen Hinter-lassenschaften wie die "Kulturschichten" aus Siedlungen  die einzigen Quellen, aus denen Kulturgeschichte rekonstruiert werden kann. Bei archäologischen Ausgrabungen kommen auch Pflanzenreste zutage. Sie können unter der Stereolupe und dem Mikroskop bestimmt werden. Aus diesem Archiv schöpft die Archäobotanik ihr Wissen.

 

Analyse Labor Zach

Pflanzenrestuntersuchung unter dem Stereomikroskop

Mithilfe der Archäobotanik ist es möglich, die Mensch-Umwelt-Beziehungen und deren Veränderungen über die Zeit nachzuvollziehen. So konnten die Grundlagen der Vegetation- und Klimageschichte seit der letzten Eiszeit erforscht werden. Die Geschichte und Entwicklung unseres Hauptnahrungsmittels, des Getreides und unserer Kulturpflanzen wird durch die Archäobotanik geklärt. 

 

 

 

 

 



Einblick in unserer Arbeit:


Einblick in archäobotanische Arbeit


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

m Uhrzeigersinn: Erbsen aus Pasewalk, Mittelalter. Dinkel aus Nördlingen, römisch. Frucht einer Karotte aus Nördlingen, römisch. Textilfragment, verkohlt, aus Berlin, 16. Jahrhundert n.Chr.. Siebfraktionen während des Schlämmens. Eine Probe unter dem Mikroskop.